Zollner Electronics hat Preisabweichungen im Einkauf über Excel-Listen und E-Mails gesteuert. TIKI hat den Ablauf in eine Web-App überführt, mit festem Freigabe-Prozess, SAP-Anbindung und einem KI-Agenten, der Kundenantworten auswertet.
„TIKI hat in 3 Monaten geliefert, wofür wir intern über ein Jahr eingeplant hatten. Die Software läuft seit Tag 1 in Produktion."
Weicht der Einkaufspreis eines Bauteils vom erwarteten Preis ab, müssen die Mehrkosten freigegeben werden: intern durch das Programm-Management, danach durch den Kunden. Erst dann kann der Einkauf bestellen.
Bei Zollner lief dieser Ablauf über Excel-Listen und E-Mails. Der Stand einer Abweichung stand in Tabellen, Freigaben kamen per Mail, und wer nachfassen musste, tat das von Hand.
Jede Rolle sieht, was sie zu tun hat. Jeder Schritt ist protokolliert.
Der Einkauf erfasst die Preisabweichung. Teile- und Preisdaten kommen automatisch aus SAP.
Das Programm-Management prüft und gibt frei oder lehnt ab, mit klaren Rollen und Rechten.
Das System schickt dem Kunden eine strukturierte Freigabe-Anfrage per E-Mail.
Ein KI-Agent liest die Antwort und ordnet sie ein: bestätigt, abgelehnt oder unklar, jeweils mit Begründung.
Eine Person übernimmt die Empfehlung mit einem Klick. Unklare Fälle bleiben beim Menschen.
Erinnerungen halten den Ablauf in Bewegung. Auswertungen gibt es als Übersicht und als Excel-Export.
Der Agent übernimmt die mühsamste Stelle im Ablauf: Kundenantworten lesen und einordnen. Übernommen wird seine Einordnung erst, wenn eine Person sie bestätigt.
Antworten, die der Agent als unklar einstuft, lassen sich nicht per Klick übernehmen. Sie gehen immer an einen Menschen.
Projektstart auf Basis des bestehenden Excel-Ablaufs.
Abnahmetest mit den späteren Nutzerinnen und Nutzern.
Produktivstart. Die Web-App löst die Excel-Listen ab.
Der KI-Agent kommt dazu. Seitdem regelmäßige Releases.
Aus einem Projekt wird bei uns oft das nächste. Wer einen Prozess mit uns umgestellt hat, erkennt die nächsten Kandidaten selbst. Bei Zollner ist das die Zollabwicklung am US-Standort.
Jeder Wert aus Zollrechnungen und Speditionsunterlagen wurde von Hand in Excel übertragen, mit mehrfachen SAP-Abfragen und doppelter Datenhaltung.
Speditionsbündel mit 20 bis 60 Seiten, über 7 Dokumenttypen, mehreren Sprachen und Scans ohne Textebene. Daran scheitert klassische Texterkennung.
Ein Agent liest das ganze Bündel Seite für Seite mit einem Vision-Modell, auch Scans und fremde Sprachen.
Ein zweiter Agent erkennt Zolltarifnummer, Warenwert, Ursprung und Menge und gleicht sie mit der Bestellung in SAP ab.
Ein dritter Agent vergibt einen Sicherheitsgrad. Was sicher ist, läuft durch. Was unsicher ist, geht an einen Menschen.
Heute, im Test: In 1 bis 5 % der Fälle prüft oder korrigiert ein Mensch einzelne Werte. Der Rest läuft automatisch. Der Mensch entscheidet, die Maschine tippt ab.
Bei Zollner waren das Preisabweichungen in Excel-Listen und das Abtippen von Zollbelegen. Das Muster ist fast immer gleich: Menschen übertragen Daten von einem System ins andere, statt zu entscheiden.
Dort setzen wir an. KI-Agenten lesen, ordnen und schlagen vor. Die Entscheidung bleibt beim Menschen, und seine Zeit geht wieder in die Arbeit, für die er eingestellt wurde.
Mehr dazu, wie wir Software bauen: Agentische Entwicklung
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