Bei agentischer Entwicklung schreiben KI-Agenten den Großteil des Codes. Ingenieure planen, führen und verifizieren. TIKI arbeitet selbst jeden Tag so. Diese Seite beschreibt die Methode, die wir intern nutzen und bei Kunden aufbauen.
Aktualisiert: 3. August 2026
Die Modellqualität ist selten der Engpass. Ob ein Agent zuverlässig liefert, entscheidet die Infrastruktur drumherum. Sechs Dinge müssen stehen:
Eine AGENTS.md im Repo als einzige Wahrheitsquelle für jeden Agenten: unter 150 Zeilen, Befehle statt Prosa, quartalsweise entrümpelt. Der häufigste Fehler sind veraltete Anweisungen. Eine Instruktionsdatei, die gelöschte Module beschreibt, ist schlimmer als keine.
Der meistwiederholte Grundsatz erfahrener Teams: Die Autonomie eines Agenten wird durch die Prüf-Infrastruktur begrenzt, nicht durch das Modell. Konkret: eine Prüfung unter 30 Sekunden (make check), Tests unter 2 Minuten, die komplette Entwicklungsumgebung mit einem Befehl. Wer pusht, um herauszufinden, ob die CI grün wird, hat ein Setup-Problem. Mehr dazu im Verification-first-Leitfaden.
Pläne, Architektur-Entscheidungen und gelöste Probleme werden versioniert committet, nicht in Chats vergraben. Jede erledigte Aufgabe macht die nächste billiger, weil der Agent auf dokumentierte Entscheidungen aufsetzt statt sie neu zu erfinden.
Alles, was immer passieren muss, wird technisch erzwungen statt in Prosa erbeten: automatische Formatierung nach jeder Änderung, Sperren für generierten Code, ein Stop-Gate, das erst öffnet, wenn die Prüfungen grün sind. Hooks statt Hoffnung.
Nicht nur im Editor: Agenten machen den Review-Erstdurchgang jedes Pull Requests, laufen headless durch Migrationen und Batch-Arbeiten und antworten auf Erwähnungen im Issue-Tracker. Der Mensch prüft Ergebnisse, statt Routinearbeit zu tippen.
Allgemeine Konventionen reichen nicht. Für jedes wiederkehrende Thema gibt es eine eigene Regel-Datei mit klarer Meinung, die drei Fragen beantwortet: Was ist die Regel, warum gibt es sie, und wann und wie wird sie angewandt (Auslöser plus konkrete Vorgaben). Beispiel aus einem unserer Projekte: Jede Fehlerantwort der API MUSS durch einen einzigen Schreibpfad laufen und exakt eine definierte JSON-Form haben, ohne Ausnahme und ohne Ermessensspielraum. Der Agent lädt die Regeln zum Thema, an dem er gerade arbeitet, und Reviews prüfen gegen die Regel statt gegen Geschmack. Das macht Ergebnisse reproduzierbar, egal wer oder was den Code schreibt.
Diese Methode ist kein Papierkonzept. TIKI entwickelt eigene und Kundenprojekte genau so, mit messbarem Ergebnis: Für Zollner Electronics haben wir einen SAP-Finance-Prozess mit KI-Agenten automatisiert, geliefert in 3 Monaten statt der intern geplanten 12. Und wir bauen die Methode bei Kunden auf, am wirksamsten über Forward-Deployed Engineers direkt in Ihrem Team.
Agentische Entwicklung heißt: KI-Agenten schreiben den Großteil des Codes, Ingenieure planen, führen und verifizieren. Der Unterschied zu „Copilot nebenbei“ liegt in der Infrastruktur: Instruktionsdateien, automatisierte Verifikation und dokumentiertes Wissen machen aus einem Assistenten ein Team-Mitglied. TIKI entwickelt seit 2025 so und liefert Projekte dadurch in 6 bis 12 Wochen statt in Monaten.
So sicher und wartbar wie seine Verifikation. Agentischer Code durchläuft bei TIKI dieselben Prüfungen wie menschlicher: Linting, Typprüfung, Unit- und Integrationstests, Browser-E2E-Tests und Code-Review. Die Autonomie des Agenten hängt direkt an dieser Prüf-Infrastruktur, nicht am Vertrauen ins Modell.
Es verschiebt ihre Arbeit. Implementierungszeit sinkt drastisch, dafür steigt der Anteil an Architektur, Spezifikation und Review. Für den Mittelstand bedeutet das vor allem: Projekte, die sich früher nicht gelohnt haben, lohnen sich jetzt.